Wärmebrückenfreies Konstruieren - nicht nur gut bei Passivhäusern

Wärme sucht sich ihren Weg vom beheizten Raum nach außen - den Weg des geringsten Widerstandes. Und der muss nicht unbedingt auf einem geraden Weg durch das Bauteil führen. Oft ist ein "räumlicher Umweg" für die Wärme einfacher zu nehmen als der direkte Weg. In solchen Fällen spricht die Fachwelt von einer "Wärmebrücke".

Auswirkungen von Wärmebrücken sind:

  • Veränderte, meist verringerte innere Oberflächentemperaturen; das kann im schlimmsten Fall zum Durchfeuchten von Bauteilen führen.

  • Veränderte, meist erhöhte Wärmeverluste.

Beides kann im Passivhaus vermieden werden: Die Oberflächentemperaturen sind dann überall so hoch, dass es zu keiner kritischen Feuchtebelastung mehr kommen kann - und die zusätzlichen Wärmeverluste werden vernachlässigbar klein. Sind die Wärmebrückenverluste kleiner als den Grenzwert von 0,01 W/mK, so erfüllt des Detail die Kriterien für "wärmebrückenfreies Konstruieren".
Werden die Kriterien an wärmebrückenfreies Konstruieren überall eingehalten, so müssen sich die Planer und der Bauherr keine Sorgen mehr um kalte und nasse Flecken machen - und auch der Berechnungsaufwand für die Heizwärmebilanz wird viel geringer.

Wärmebrückenfreies Konstruieren führt zu substantiell verbesserten Details. Dadurch wird die Dauerhaftigkeit der Konstruktion erhöht - und es wird Heizenergie eingespart.